das Werden eines Littlefootkindes:

(für Details bitte Bilder anklicken)

Doyé Original Clay ist eine biologische, ungiftige und doch äußerst haltbare lufttrocknende Masse. Die Bruch- und Kerbfestigkeit ist mit keiner anderen auf dem Markt befindlichen Modelliermasse zu erreichen. Faszinierend ist die Wärme, die dieses Material ausstrahlt. Nicht ganz einfach zu bändigen, aber sicherlich ein lohnender Versuch für jeden Modelleur!
Papiermaché oder Masse wurden schon im alten China häufig verwendet, meistens für Gebrauchsgegenstände. Bei uns in Europa, ins besondere in Deutschland wurde es recht spät, Anfang des 18. Jahrhunderts, für die Puppenindustrie entdeckt.
Die Zusammensetzung der Masse und die Farben für die Bemalung wurden als Geheimnis wohl gehütet. Damals als feste Masse in Formen gedrückt oder in flüssiger Variante, gegossen, kann dieser Werkstoff heute direkt modelliert werden. Kein Formenbau behindert den direkten Kontakt mit der Puppe und deren Entstehung. Jede Puppengeburt dauert ca. 100-150 Arbeitsstunden.


Bei liebevoller Behandlung werden Puppen aus diesem Material Generationen erfreuen.

Auf einer Kugel aus Leimpapier wird die erste Schicht Masse aufgetragen. Das Modellieren wird Schicht für Schicht vorgenommen, Zwischentrocknungen und Schleifarbeiten machen ein schnelles Arbeiten nicht möglich. So hat man immer wieder die Muße, sich mit dem Puppenkind auseinanderzusetzen und damit zu identifizieren. Die lange Bearbeitungszeit läßt Raum für Ruhe und Inspiration.
Grobe Formen des Kopfes werden modelliert, Schicht für Schicht.
Trotz der Schlichtheit dieser Arbeitsstufe werden schon hier Proportionen und Charakter andeutend festgelegt.
Zwischen den Modellierstufen wird immer wieder geschliffen. Das Schleifen gehört zu den wichtigsten Bearbeitunsschritten. Falten und Vertiefungen werden grob vorgeformt. Es ist eigentlich eher eine bildhauerische Arbeit, ein Wechselspiel zwischen auftragendem Modellieren und modellierendem Schleifen (was für mich den persönlichen Reiz ausmacht).
Augen modelliere ich selber.Die Formgebung orientiert sich an antiken Intaglioaugen, die auch das Betrachten der Puppe von der Seite nicht beeinträchtigen. Dabei arbeite ich ohne irgendwelche Hilfsmittel, sondern direkt aus der Masse.
Hier ein Mundstudie. Die Lippenfältchen werden feinstens ausgearbeitet..
Erstes Anmodellieren der Haare an den perfekt geschliffenen Kopf. Kleinste Fältchen und Nuancen können erst jetzt gearbeitet werden
Eine Beinstudie mit ungeschliffenem Fuß
Der fertige Kopf bereit zum Bemalen. Vor der Bemalung trocknet er noch einmal 14 Tage durch und wird danach grundiert und versiegelt.
Die Hautfarbe wird NICHT durch einfaches Übergießen der Teile erreicht, sondern durch eine Tupftechnik in mehreren Schichten. Dadurch und durch eine spezielle, lichtechte Farbe erhält die Puppe ein leicht poriges, lebendiges Hautbild.
Die Detailbemalung erfolgt nach einer erneuten Zwischenversiegelung mit hochlichtechten Pigmenten. Diese Art zu Malen erfordert sehr viel Übung um die Puppe natürlich wirken zu lassen. Auch die Wimpern und Augen sind gemalt Sämtliche Farben sind ungiftig und haben die höchste Strapazierfähigkeit.
Für die Endversiegelung verwende ich einem seidenmatten UV-Schutz Speziallack, damit die Puppe im Bedarfsfall auch einmal feucht gereinigt werden kann.
Die Bekleidung wird von mir nach eigenen Entwürfen in Anlehnung keltischer Trachten aus hochwertigen Naturstoffen genäht, sowie im Trocken- und Naßfilzverfahren aus pflanzengefärbter Merino- oder Seide/Merinowolle hergestellt.
Die Puppenkörper sind mit reiner Schafwolle gefüllt und mit Granulat realistisch beschwert.

Eine fast vergessene, aber bewährte Papiermachépuppenkunst im Einklang mit eigenwilliger Bemalungstechnik und hochwertigen, modernsten Farben und Lacken ergeben Puppen, wie sie auf der Welt leider nur noch sehr selten anzutreffen sind.